Der hohe Stellenwert des Spitzensports in unserer Gesellschaft ist unbestritten. Über die Massenmedien erreicht er
breiteste Bevölkerungsschichten und wird von diesen angenommen und konsumiert. Um dieses Phänomen aufrecht erhalten zu können, kommt der Öffentlichkeit eine gewisse Verpflichtung zu.
So wie die Schaffung von begabungs- und leistungsfördernden Einrichtungen im Bereich der Kunst- und
Naturwissenschaften selbst-verständlich ist, scheint uns die Forderung nach Installierung von Modellen zur optimalen
Ausbildung von motorisch- und bewegungs-orientierten Talenten - auch in unserem Bundesland - unabdingbar.
Ein tragfähiges Fundament und ein langfristig-systematisch angelegter Trainingsaufbau bilden die Voraussetzungen für
das Erreichen hoher sportlicher Leistungsfähigkeit.
Somit kommt einem Nachwuchstraining, das theorie- und erfahrungsgestützt konzipiert, individuell in Qualität und
Quantität ausbalanciert, kreativ, fordernd und fördernd gestaltet ist und pädagogisch entsprechend begleitet wird,
stärker denn je Bedeutung zu.
Neben Elternhaus und Schule kann der Sport - als ein nach unserem Verständnis von "Fair-Play-Gedankens"
getragenes, von ethisch-moralischen Prinzipien geleitetes, humanes und sauberes (dopingfreies) Betätigungs
feld - in der Sinnfindung Jugendlicher von enorm positiver Bedeutung sein. Eine gut strukturierte Verbindung zwischen
diesen Basisbereichen zu schaffen ist nach dem Eigenverständnis seiner Mitarbeiter das Hauptanliegen des bssm.
Das Kooperationsfeld zwischen Schule und Sport ist für das Burgenland neu, in anderen Bundelsändern allerdings
eine bewährte Einrichtung. So wurde bereits vor 25 Jahren zum Beispiel das Schigymnasium Stams (Tirol) gegründet.
In allen anderen Ländern existieren inzwischen ähnliche Folgemodelle, deren Athleten heute zu siebzig Prozent
Medaillen bei Österreichischen Meisterschaften in unterschiedlichsten Sportarten erringen.
Gerade unter professioneller Anleitung können Jugendliche offensichtlich vor einer Überlastung von Schule und Sport
bewahrt werden.
Einen wesentlichen Beitrag leistete die Streckung der Gesamtunterrichtszeit von vier auf fünf Oberstufenjahre und die
damit einhergehende Reduzierung der Wochenstundenanzahl.
Obwohl die zeitliche Gesamtbelastung durch Schule und Sport hoch angesetzt ist, wird danach getrachtet, genügend
Freiraum für eine positive menschliche Gesamtentwicklung zu gewährleisten.
Der Förderverein "Burgenländisches Schule & Sport Modell" BORG Oberschützen versteht sich als eine
Koordinations-, Organisations-, Ausbildungs-, Betreuungs- und Kontrollstelle zwischen Schule und Sport.
Die Organisation des Trainings erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen bssm-Leitung und spartenver
antwortlichen Einrichtungen.
Da vom bssm wesentliche Basisaufgaben, wie etwa ein sportartgerichtetes Vielseitigkeitstraining, übernommen werden,
kann spartenspezifisch konzentrierter und gezielter gearbeitet werden. Funktionierende Betreuungsstrukturen werden
vom bssm durch vielfältige Hilfestellungen verstärkt, darüber hinaus wird schlecht betreuten Athleten ein besseres
Betreuungsumfeld geboten. |