| Schulfrei in den Sommerferien heißt für die besten bssm-Athleten noch lange nicht trainingsfrei. Heuer waren die Sommermonate für ein bssm-Quartett sogar der Saisonhöhepunkt.
Julia Bauer, Orientierungsläuferin aus der 9.s, startete gleich bei drei internationalen Großveranstaltungen. Ihr persönlicher Karriere-Höhepunkt war die Nominierung für die Weltmeisterschaft der Allgemeinen Klasse im August in Frankreich. Dort durfte sie für Österreich im Sprint und in der Staffel starten. Gleich bei ihrem ersten Antreten im Sprint konnte sie sich fürs Finale qualifizieren und erreichte am Ende als beste Österreicherin einen Top 30-Platz in der Weltelite. "Es ist ein voll cooles Gefühl, vor über 3.000 Leuten von einer Rampe aus zu starten. Überall Kameras und ständig ist man im Fokus", war Julia begeistert. Anfang Juli war die Deutsch Kaltenbrunnerin bereits bei der Junioren-WM in Polen. Als Ziel hatte sie sich einen Platz unter den ersten 20 vorgenommen. Am Ende gelang ihr in der Langdistanz sogar Platz 10, über den sie mehr als stolz war. Mit der Staffel erreichten die Österreicherinnen am letzten Tag auch noch Platz 8.
Voll motiviert startete sie ins neue Schul- und Trainingsjahr, steht doch im kommenden Jahr sowohl die Matura, als auch die WM in der Schweiz am Programm, bei der sie dann schon schneller unterwegs sein will. Dass sie das kann, hat sie bereits Mitte September beim dritten Großereignis bewiesen. Beim Europacup für Junioren – das ist in OL-Kreisen die inoffizielle Europameisterschaft für diese Alterstufe – in Kärnten schaffte sie zwei Podestplätze. In der Langdistanz wurde sie Zweite, im Sprint Dritte. "Endlich ist es mir auch international einmal aufgegangen. Die Medaille im Sprint freut mich besonders, weil auf den habe ich mich schon das ganze Jahr vorbereitet."
Tobias Derler, U19-Nationalteam-Radfahrer aus der 8.s, startete im Sommer bei Rennen in Italien, Deutschland und der Schweiz, bei denen er zwei sechste Plätze einfahren konnte. Höhepunkte waren allerdings die Junioren-EM in Italien im Juli, bei der er 22. wurde und die Junioren-WM im September in Kopenhagen. Nach der ersten Runde von neun war er in der Spitzengruppe. Erst ein Massensturz kurz vor dem Ziel verhinderte ein Topergebnis. Nach den knapp 130 Kilometern fehlten ihm am Ende lediglich 13 Sekunden auf den Weltmeister. Angetan ist er vor allem vom Tempo bei den internationalen Rennen: "Da wird viel schneller gefahren als bei nationalen Wettkämpfen und Du musst, wenn Du vorne dabei sein willst, perfekt mit den Teamkollegen zusammenarbeiten."
Auch Yvonne Zapfel, Hürdenspezialistin aus der 9.s, hatte einen spannenden Sommer. In letzter Sekunde schaffte sie im Juli bei der internationalen Juniorengala in Mannheim auf die Hundertstel genau (14,30 sec) das 100m Hürden-Limit für ihr erstes internationales Großereignis, die U20-Europameisterschaft in Tallin/Estland. Dort wurde sie schließlich 27. Anschließend wurde Yvy ihrer Favoritenrolle bei den Österreichischen Meisterschaften mehr als gerecht. In der Alterklasse U23 holte sie Silber über ihre Paradedisziplin. Bei den ÖMS U20 sammelte sie gleich drei Medaillen – Gold über 100m, 100m Hürden und Silber im Weitsprung.
Verena Eberhardt, Radfahrerin und Bahnspezialistin aus der 7.s, hatte bei der U19-Bahn-EM im Juni in Portugal ihre ersten großen Auftritte bei einem internationalen Großereignis und schaffte es bis knapp an eine Top10-Platzierung. Beim 500m Zeitfahren konnte sie sich einen 12. und im Omnium-Bewerb einen 11. Platz erfahren. Im September holte sie sich bei den Österreichischen Meisterschaften U23 im Zeitfahren den 4. Platz.
Auf dem Foto von links nach rechts: Yvonne, Verena, Tobias & Julia
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